5. April 2022

Gerhard Richters Künstlerbücher in der Neuen Nationalgalerie

 

Parallel zur Hauptausstellung "Die Kunst der Gesellschaft" präsentierte man in der Neuen Nationalgalerie die Künstlerbücher von Gerhard Richter. In diesen wurden zwar künstlerische Prozesse Richters deutlich, doch die Gestaltung der Bücher war eines berühmten Künstlers nicht würdig – eher beschämend für ihn, wie nicht nur ich das empfunden habe. Hier hatte man den Eindruck, dass mit allen Mitteln auch letztes Geld noch aus dem Kunstmarkt herausgepresst werden sollte, was in keiner Weise der immer wieder zur Schau getragenen, angeblichen Bescheidenheit des Künstlers entsprechen würde.

(Fotos dazu gibt es keine, da vieles in Glasvitrinen lag bzw. es recht dunkel in dem Raum war.)

 

 

Der Blickfang für die Ausstellung und die offizielle Information/Interpretation dazu:

Ein meines Erachtens sehr interessantes Projekt dagegen stellte seine Serie von Zeitungsseiten dar, in denen die Bilder unpassend zu den Heads der Artikel ausgetauscht waren. Diese Umdeutungen führten zu Irritationen und gleichzeitig zu einer gedanklichen Auseinandersetzung mit den Bildinhalten. Man fragte sich: Gibt es eine gewollte Deutung? Soll die Austauschbarkeit von Bildkommentaren gezeigt werden? Oder geht es lediglich um die Verunsicherung? Jedenfalls wird der Betrachter angeregt, eine neue Perspektive einzunehmen – jenseits des reinen Konsumierens.

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